htg 031. Wie wird man Mitglied?

Mitglied kann man in dem Jahr werden, in dem man Volljährig (18 Jahre) alt wird. Außerdem muss man Eybacher sein, männlich und darf nicht verheiratet sein. Wenn man diese Vorraussetzungen erfüllt hat, kann man in die erste Sitzung im neuen Jahr kommen. In der 2. Sitzung muss man dann das Huttanzlied aufsagen.

2. Wie wird man Präsident:

Präsident kann jedes aktives Huttanzmitglied werden. Dabei darf man aber nur 1x in seinen Leben Huttanzpräsident werden. Die Präsidentschaft beginnt nach der Huttanzabrechnung und geht dann bis zur Abrechnung nach dem nächsten Huttanz. Wenn man denkt man ist bereit den Huttanzpräsident zu machen muss man einfach unterschreiben und man ist dann Präsident für das nächste Huttanzjahr. Wenn schon jemand anders unterschrieben hat ist man dann im darauffolgenden Jahr dran. Wer für einen Präsident unterschreibt und diesen nicht ausführen kann muss als \\\"Strafe\\\" so viele Liter Bier zahlen wie es den Huttanz schon gibt.

3. Das Stiefeltrinken

Mittwoch ist der Tag, an dem die Huttanzsitzungen stattfinden. Zu Beginn des Jahres sind sie nur jeden zweiten Monat. Wenn es dann aber Frühling wird, finden die Treffen häufiger statt. Man muss den Ablauf der alljährlichen Veranstaltungen wie Maibaumstellen, Brunnenfest und natürlich den Huttanz besprechen. Am Ende des offiziellen Teils wird dann der gläserne Trinkstiefel herausgeholt und mit Bier gefüllt. Zwei Liter fasst so ein Gefäß, das unsere jedenfalls. Früher trank man aus einer Liesel, einem bauchigen Bierglas, welches ebenfalls für zwei Liter Bier bestimmt war.
In der ersten Sitzung im neuen Huttanzjahr wird nach dem offiziellen Teil der Sitzung das Huttanzlied angestimmt. Anschließend eröffnet der neue Präsident die Stiefelrunde mit einem Trinkspruch. Dann wird der Stiefel weitergereicht zum nächsten. Anklopfen, trinken, abklopfen, weitergeben, bis der Stiefel leer ist. Jetzt muss der Vorletzte den Stiefel wieder frisch füllen lassen. Eine Runde ist für jedes Huttanzmitglied Pflicht, erst dann kann man aussteigen. Derjenige, der einen frischen Stiefel bezahlen muss, darf zur Belohnung ( für manche ist es auch eine Strafe ) einen Trinkspruch aufsagen. Die Stiefelrunde geht so lange, bis die Teilnehmer die Lust verlieren oder bis es Zeit zum nach Hause gehen ist. In ganz dummen Situationen ist auch dann vorerst Schluss, wenn der Stiefel zerbricht. Das Stiefeltrinken soll nicht in erster Linie ein Betrinken sein, nein, es soll vielmehr die Geselligkeit dieses Abends in den Vordergrund stellen.